Carmen (27) plagen Gewissensbisse: “Ich habe unser eheliches Kind abgetrieben”

Carmen (27) schreibt: Als mein Schwangerschafts-Test positiv war, stand mein Entschluss fest. Ich fuhr nach Holland und ließ den Fötus wegmachen. Mein Mann (29) wusste von nichts. Er dachte, ich wäre zu Besuch bei meiner Tante. Ich wollte dieses Kind nicht haben. Weil mir klar war, in welcher Nacht es passiert war. Ronald war total betrunken aus der Kneipe gekommen und im Bett wie ein Tier über mich hergefallen. Dass ich auf Anraten meines Arztes die Pille abgesetzt hatte, interessierte ihn nicht. Ich entschied mich für die Abtreibung. Doch jetzt plagen mich Gewissensbisse. Musste ich dem Baby nicht doch das Leben schenken, obwohl es das Produkt einer Alkohol-Vergewaltigung war?

perfekte-beziehung.de antwortet: Diese Frage können nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Einerseits konnte dein werdendes Kind nichts für die Umstände der Zeugung, demnach hätte es die Abtreibung nicht verdient gehabt. Andererseits sollte ein Baby die Frucht zärtlicher Liebe sein, was bei dir sicher nicht der Fall war. Sieh es am besten so: Die seelischen Nöte, unter denen du während der gesamten Schwangerschaft gelitten hättest, wären wahrscheinlich schädlich für die Entwicklung deines Kindes im Mutterleib gewesen. Wäre das Baby behindert zur Welt gekommen, hättest du dir dein Leben lang Vorwürfe gemacht. Unter dem Strich hast du also richtig gehandelt. Sag deinem Mann aber klipp und klar, dass du bei einem weiteren Gewaltakt die Scheidung einreichen wirst!

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